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Lindau - Verbindungspunkt Lindau, gelegen im Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie am östlichen Bodenseeufer, entwickelte sich auf Grund der besonderen geografischen Lage früh zu einem bedeutsamen Handelszentrum im Bodenseeraum und Verbindungspunkt verschiedener Staaten. Neben dem regionalen Handel mit Anrainerstaaten des Schwäbischen Meers war vor allen Dingen der Fernhandel mit der Mittelmeerregion entscheidend für die zügige Entwicklung von Lindau und den Reichtum der Stadt. Die heutige Große Kreisstadt entstand aus einer Kaufmannssiedlung, die sich ab dem 11. Jahrhundert auf der Lindauer Insel zwischen dem dort ansässigen Frauenkloster und den hier angesiedelten Fischern entwickelte. Das Frauenkloster hatte bis dato den Markt auf dem gegenüberliegenden Festland abgehalten, änderte jedoch dessen Standort aus Sicherheitsgründen und verlagerte ihn auf die Insel im Bodensee. Mit dieser „Umsiedlung“ des Marktes war der erste Grundstein zur heutigen Großen Kreisstadt Lindau gelegt. Es entwickelte sich eine Siedlung, die vor allen Dingen Dank des regen Handels der Bewohner schnell erblühte. Der erweiterte Handel und Transport wurde gefördert durch die exponierte Lage der Siedlung. Bereits aus dem beginnenden 13. Jahrhundert sind Geschäftsbeziehungen in den Mittelmeerraum, genauer nach Italien, belegbar. Dieser Fernhandel galt bis ins 19. Jahrhundert hinein als bedeutender Wirtschaftssektor der Bodenseestadt. Zu den Haupthandelsgütern im Fernhandel mit den Mittelmeerstaaten gehörten Südfrüchte, Textilien und Gewürze. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wird Lindau zur Freien Reichsstadt. Für den Verkehr zwischen Italien und Lindau am Bodensee wurde eigens ein Transportdienst eingerichtet. Vom späten Mittelalter bis 1826 verkehrte regelmäßig zwischen Lindau und Mailand der so genannte Mailänder oder auch Lindauer Bote. Über diesen wurde nicht nur der Nachrichten- und Warenverkehr abgewickelt, sondern auch der Personentransport. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die die Dienste des Lindauer Boten in Anspruch nahmen gehört unter anderem Johann Wolfgang von Goethe. Handel und Transport waren seit jeher von Bedeutung in Lindau am Bodensee. Die erste Anbindung der Insel an das Festland erfolgte vermutlich im 14. Jahrhundert über eine Brücke. In der Mitte des 19. Jahrhunderts ergänzte ein Eisenbahndamm die Verbindung von Festland und Insel. Letzteres war insbesondere auch für den aufstrebenden Fremdenverkehr relevant, der bis heute - vor allem in den Sommermonaten - eine zentrale Rolle spielt. Lindau am Bodensee ist ein gern besuchtes Reiseziel am Schwäbischen Meer, das zahlreiche imposante, mittelalterliche Bauten im historischen Zentrum aufweist - Zeugen des einstigen Reichtums, der auf dem frühen Handel und Transport beruhte - und Dank seiner Nähe zu Österreich und der Schweiz vielfältige Freizeitmöglichkeiten bietet. |
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